Das ICH,

 

zeigt die, die Art und Weise, wie wir in diesem Leben erscheinen und wie wir es geschafft haben, in der Umgebung, in die wir hineingeboren wurden, dazu zu gehören und somit zu überleben. Das Buch „Wie wir lieben“ von Thomas Geßner beschreibt diese Zusammenhänge auf einfühlsame und klare Weise. In den Stufen der Bewusstseinsentwicklung nach Dr. Wilfried Nelles wird deutlich, dass dieses ICH notwendig ist, um sich zu entwickeln und sich in der Jugend von der Herkunftsfamilie zu lösen. Hier wächst der innere Anspruch des ICH, der da heißt: „ICH will Kontrolle über mein Leben“. In dieser Phase entstehen die Ideale, welche unsere Erwartungen an uns Selbst, Partner, Familie, Arbeit oder das Leben prägen. Dort beginnt auch die Jagd des denkenden Verstandes nach Zielen und idealen Ergebnissen (wie ICH es haben will), auch Neurose genannt.

 

Siegfried Essen, der Begründer der autopoietischen Aufstellungsarbeit beschreibt das ICH als Kraft der Unterscheidung. Er unterscheidet ein ICH in freier Einheit (Annahme, Kreativität, Inspiration, Wahrnehmung von Unterschieden usw.) und ein EGO in gewaltsamer Einheit (Identifikation mit Geschichten, Anhaften an Form, Abwehr usw.).

 

Die Anhänger des indischen Gelehrten Ramana Maharshi beschreiben das ICH (Mind) als Konsequenz des Erscheinens von Körper mit seinen Sinneswahrnehmungen, Emotionen und mentalen Prozessen (denken, bewerten, vergleichen usw.) in der Dualität dieser Welt. Sie weisen darauf hin, dass das Leiden aus der Identifikation mit diesem individuellen, sich als getrennt wahrnehmenden Mind (Ego) entsteht.

 

Ja wir unterscheiden uns. Wir haben alle verschiedene Körper, nehmen Erfahrungen unterschiedlich wahr und entwickeln unterschiedliche Emotionen in Bezug auf ein Erlebnis. Auch unser Denken, ist von den Beziehungen mit unseren jeweiligen Vorbildern (Modellen) und Vorerfahrungen geprägt uns somit unterschiedlich. Wir erscheinen sehr individuell und das Ego-ICH will seinen idealen Platz in der Welt finden. Es ist auf individuelle Besonderheit ausgerichtet und erlebt Unterschiedlichkeit als Trennung vom Ganzen.

 

Das Ego-ICH versucht das Sichere, Schöne, Angenehme zu finden und zu erhalten sowie das Unsichere, Hässliche und Unangenehme loszuwerden und zu vermeiden. Dieses ICH, hat das Überleben bis heute gesichert und wird es weiter versuchen zu sichern. Es wird dabei immer spitzfindiger mit seinen inneren ausgefeilten Konzepten und Geschichten, um Sicherheit zu schaffen und Angst zu vermeiden. Dieser Prozess ist in jedem Menschen angelegt und er hat uns bis hierher gebracht. Dafür sollte das ICH gesehen und gewürdigt werden. Bleiben wir jedoch mit dem Ego-ICH weiter identifiziert, entfernen wir uns vom unberührten, lebendigen und friedvollen Bewusstsein, welches unsere Existenz trägt und führt. Meist merken wir erst im Leiden am Leben (Konflikte, Krisen, Probleme usw.), wie viel Lebendigkeit und Freude dieses ICH WILL bindet. Oft verstärkt sich dann erst die Sehnsucht im Herzen nach etwas, was unser erfolgreiches Ego-ICH noch nicht gefunden hat und auch nie finden kann, weil es unbemerkt schon immer da ist.

Das SELBST – die zweite Seite der Medaille der Existenz.

 

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"Verweilen wie wir sind"

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