Das SELBST

 

Nach Wilfried Nelles und Thomas Geßner ist das SELBST die Lebendigkeit, die Liebe oder das Leben selbst, welches einfach geschieht und sich völlig frei und unberechenbar Ausdruck in der menschlichen Existenz verschafft. Es scheint, als wehren wir uns unbewusst, mit dem nach Sicherheit und Kontrolle strebenden Ego-Ich, gegen diese unberechenbare und dadurch meist ängstigende Lebendigkeit des Lebens. Dabei vergessen wir, dass dieses SELBST uns trägt, inspiriert und durchdringt, wie der physische Raum in dem wir uns gerade wahrnehmen. Wir schützen uns vor unserer eigenen Natur.

 

Während nach Siegfried Essen das ICH die Kraft der Unterscheidung als Tätigkeit (tun) ist, ist das SELBST die Kraft der Verbundenheit und Liebe (sein). Beides sind zwei zusammengehörige Seiten unserer Existenz als menschliches Wesen. “Man kann ihre Zusammengehörigkeit wahrnehmen, ohne sie zu vermischen, und man kann sie unterscheiden, ohne sie zu trennen. Das sind beides Bewusstseinsprozesse, die alles Leiden beenden können.“ (Selbstliebe als Lebenskunst; S.Essen; Carl Auer Verlag). Siegfries Essen unterscheidet das Selbst als freie Verbundenheit (Formlosigkeit, Stille, Leere, Gewahrsein) und das Über-Ich als gewaltsame Verbundenheit (Projektion, Urteile, Kontrolle).

 

Im Advaita des Ramana Maharshi ist das SELBST reines leeres Bewusstsein, unsterbliches Sein/Gewahrsein sowie Liebe und Glückseeligkeit. „Wenn sich die Identifikation verlagert, - von einem einzelnen Körper, wie subtil er auch sein mag, auf das allumfassende Sein, das alle Objekte erscheinen lässt -, erkennt sich die Seele darin als reines grenzenloses Bewusstsein. Es ist diese Verlagerung in der Identifikation, die man als „Selbst-Erkenntnis“ bezeichnet. In dieser Erkenntnis findest du nicht nur, das alles, was ist, Liebe ist, du entdeckst zudem, das alles, was du bist, eben diese Liebe ist.“ (Das spirituelle Enneagramm; Eli Jaxon-Bear; Goldmann Verlag; 2003)

 

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